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Geschichte

Aus der Geschichte der KGS Passstraße
Im Juli 1890 findet die Volksschule Passstraße durch den Vermerk „…dass ein Armenterrain an der Passstraße als Schulplatz geeignet sei“ erstmals Erwähnung.
Schon 3 Jahre später, am 12.9.1893, wurde das Schulgebäude mit 14 Schulklassen, einer Wohnung für den Kastellan (Hausmeister), einer Wohnung für den Hauptlehrer sowie einer Schulbadeanstalt übergeben. Am 13.9.1893 wurde es von 12 Klassen bezogen, je sechs Mädchen- und sechs Jungenklassen. Die Geschlechter waren streng getrennt, denn das Gebäude bestand aus zwei Hälften mit eigenem Treppenhaus. Die Mädchen wurden im rechten Teil von sechs Lehrerinnen unterrichtet, die Jungen in der linken Hälfte von sechs Lehrern. Insgesamt besuchten im Jahre 1893 725 Schüler die Schule, denn die Klassenstärke betrug im Schnitt 60 Schüler je Klasse.

Im Jahre 1908 wurde im Obergeschoss des Nebengebäudes eine Turnhalle eingerichtet, das Untergeschoss wurde als Schulküche genutzt.
Für die Jahre zwischen 1910 und 1945 kann man auf keine Schulchronik zurückblicken, sie ist offenbar verloren gegangen.
Während der NS-Zeit trug die Schule den Namen „Jahnschule“. Im 2. Weltkrieg wurde die Schule von Bombensplittern getroffen, die Fenster gingen zu Bruch und wurden mit Pappe notdürftig verschlossen. Die Turnhalle wurde zerstört und 1958 nahezu in der ursprünglichen Form wiederhergestellt.

Nach dem Krieg lebte die Katholische Volksschule Passstraße wieder auf. Unter primitivsten Bedingungen wurden 60 Mädchen und Jungen zunächst gemeinsam von einigen Lehrerinnen unterrichtet. Viele Lehrer waren im Krieg gefallen, waren noch verwundet oder in Kriegsgefangenschaft. Nach einigen Monaten wurden die Schüler wieder nach Mädchen und Jungen aufgeteilt. Nun gab es sogar durch eine Mauer getrennte Schulhöfe

Ein ehemaliger Rektor berichtet 1958 über den Charakter der Schule:"Die Schule wurde an der rechten Seite von einem hohen Gebäude, dem Passhof flankiert. Der Passhof war eine Notunterkunft. Das gleiche Schicksal teilte dieses Gebäude mit dem ebenfalls zum Schulbezirk gehörenden Armenviertel am Grünen Weg. Aus diesen beiden Notunterkünften rekrutierte sich ein großer Prozentsatz der Gesamtschülerzahl. Beide Gruppen gehörten zur wirtschaftlich schwachen Gesellschaftsschicht. Die Probleme, die sich daraus ergaben, wurden gemildert durch die ursprüngliche Herzlichkeit dieser Schüler und Eltern."
Quelle: Schule in der ChronikMit 700 Schülern war die Volksschule Passstraße zu dieser Zeit die größte dieser Art in Aachen. Es unterrichteten mehr als 20 Lehrer, wobei sich der Anteil von Frauen und Männern in etwa die Waage hielt. Es gab noch Klassen mit mehr als 40 Schülern.1968 wurden die Volksschulen in Grund- und Hauptschulen umgewandelt. Es entstand die Städtische Katholische Grundschule Passstraße. 1970 gab es einen heftigen Disput darüber, ob die Schule eine katholische Schule bleiben oder in eine Gemeinschaftsgrundschule umgewandelt werden sollte. Es blieb bei einer Bekenntnisschule.Lange Zeit noch war die Ablehnung mancher Familien gegenüber der Schule Passstraße festzustellen, obwohl die erwähnten Notunterkünfte nicht mehr bestanden. Inzwischen hat sich der Charakter der Schule geändert. Unsere Schüler kommen aus allen sozialen Schichten und der Anteil an Familien mit Migrationshintergrund wächst. So bilden die Kinder der KGS Passstraße ein buntes multikulturelles Gemisch aus vielen Nationalitäten. Die meisten Schüler stammen aus dem Viertel rund um die Schule, doch nach Öffnung der Schulbezirke zum Schuljahr 2008/2009 hat sich der Einzugsbereich erweitert.Erwähnenswert ist das gute Zusammenwirken zwischen der Schule und anderen Einrichtungen im Viertel. Die Zusammenarbeit mit der Pfarrei St. Elisabeth hat bereits eine lange Tradition und wird in der zum 01.01.2010 neu gebildeten Gemeinde "Christus unser Bruder" fortgesetzt: Neben der wöchentlichen Schulmesse für die 3. und 4. Schuljahre und dem Einsatz im Religionsunterricht, wird auch die KOT des Jugendheims regelmäßig von unserer Offenen Ganztagsschule besucht.Mit den umliegenden Kindertageseinrichtungen gibt es einen regen Austausch auf verschiedenen Ebenen, der vor allen im Zuge einer rundum optimalen Vorbereitung der Kinder auf den Schulbeginn zunehmend an Bedeutung gewinnt.Dankbar erleben wir die gute Einbindung in den Stadtteil Aachen Nord auch dadurch, dass viele Unternehmen der IG Aachener Portal immer wieder bereit sind, der Schule mit Erfahrungen, tätiger Hilfe oder Fördermitteln unter die Arme zu greifen.Quelle: Schulprogramm der Städtischen Katholischen Grundschule Passstraße